Meine Zuchtvoraussetzung

Für meine Zucht ist es sehr wichtig, das die Tiere gesund und langlebig sind.

Meine Zucht basiert auf gesunde und zahme Tiere. Die Farben und Zeichnungen der Ratten stehen bei mir nicht an erster Stelle. Auch decke ich die Weibchen erst mit dem 5. Lebensmonat und  einem Mindestgewicht von 260 gr. ein. Meine Rättinnen dürfen auch nur 2 Würfe in ihrem (leider) so kurzem Leben haben. Allerdings mache ich selten einen 2. Wurf mit der gleichen Rättin.

Vor der Wurfansetzung gebe ich eine Wurfplanung bekannt und bekomme dadurch die Abnehmer. Erst wenn ich genügend Abnehmer habe wird der Wurf auch angesetzt.

Da es aber auch Abnehmer gibt, die entweder nur Böcke oder Weibchen nehmen können, kann es auch mal vorkommen das der Wurf mit der Geschlechteraufteilung nicht ganz hinkommt, denn darauf habe ich keinen Einfluss. Entweder kann ich dann die Ratten bei anderen Abnehmern unterbringen oder sie bleiben einfach bei mir. Von meinen gezüchteten Ratten kommt jedenfalls keine in ein Zoogeschäft, Tierheim oder wird als Notfalltier vermittelt. Auch kann es passieren, das ein Abnehmer auf die Ratten allergisch reagiert. Auch das habe ich vor kurzem gehabt. Die beiden Kinder mussten sich von ihren 4 Rattenweibchen trennen, weil der Vater hochallergisch auf Tiere (auch die Hunde mussten weg) reagierte. Von diesen 4 Weibchen konnte ich 3 bei guten Rattenhaltern unterbringen und eine kam in mein "Weiberrudel" zurück.

Grundsätzlich gebe ich die Ratten nur mit Schutzvertrag ab. Die Abgabe erfolgt in einem Lebensalter von ca. 6 Wochen. Die kleinen Ratten sind dann auch handzahm. Jede Ratte wird auch  registriert und erhält dann einen Erfassungsschein, worauf die Abstammung (Stammbaum) genau ersichtlich ist. Außerdem gibt es noch einen Anamnesebogen. Dieser ist ganz wichtig, weil daraus evtl. Rückschlüsse über Krankheiten der einzelnen Linien bekannt werden.

Für mich ist es sehr wichtig über Erkrankungen meiner Abgaberatten informiert zu werden, denn nur so kann ich erkennen, ob eine Linie gut oder schlecht ist.

Es gibt genügend Leute die sich "Züchter" nennen, aber im Grunde nur "Vermehrer" sind. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Rattenkauf erstmal bei den Züchter informieren und auch ruhig mal die "Kinderstube" besuchen. Meinen Abnehmern biete ich grundsätzlich an, sich bei meinen Ratten mal umzusehen. Außerdem stehe ich auch gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Inzucht

Grundsätzlich lehne ich die Inzucht ab. Leider wird aber immer noch zuviel Inzucht betrieben, nur um bestimmte Farben und Zeichnungen zu erhalten. Diese Inzuchttiere werden von Generation zu Generation immer kleiner und krankheitsanfälliger.

Qualzucht

Die Zucht von Rex-, Nackt-, Patchwork- und Dumboratten lehne ich auch strikt ab. Dazu gehört auch das Züchten von schwanzlosen Ratten.         Man muss nicht der Natur ins Handwerk pfuschen, nur weil "Mensch" besondere Ratten haben will.                                                                          Die Zucht mit rotäugigen Ratten gehört nach wissenschaftlichen Erkenntnissen auch zu den Qualzuchten und wird von mir nicht praktiziert. Allerdings kann es mal passieren, das rotäugige Tiere in einem Wurf auftreten. Diese werden dann nicht weiter zur Zucht genommen. 

Kastration

Leider gibt es ja Rattenhalter, die unbedingt gemischte Gruppen halten wollen. Aus diesem Grund werden dann die Böcke (oftmals viel zu früh) kastriert. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis. Eine Kastration aus gesundheitlichen Gründen hingegen akzeptiere ich auch. Es gibt aber auch noch einen weiteren Grund, wo man um eine Kastration nicht herumkommt: sehr agressives Verhalten und Bissigkeit.

Diese Erfahrung habe ich am eigenem Leib (Fingern) selber gespürt.            Max stammt aus meiner eigenen Zucht und war immer sehr lieb. Doch plötzlich fing er an mich sofort zu attakieren, wenn ich mit der Hand im Käfig war. Außerdem hatte er sich auch mit den anderen Böcken gebissen. Zuerst habe ich es einige Wochen mit Bachblüten probiert. Es zeigte sich auch eine Besserung. Doch plötzlich zeigte Max wieder ein sehr aggressives und dominantes Verhalten. Ich habe mir das sehr gut überlegt und mich dann für eine Kastration entschlossen. Seit dem ist Max der größte Schmuser im Käfig und auch seinen Artgenossen gegenüber sehr friedlich. Aber vorsicht: es gibt keine Garantie dafür, das eine Kastration bei Bissigkeit hilft. Fotos der Kastration findet Ihr hier: Kastration Max